Zu Gast beim Gelben Ochsen

Der Schiffsanleger in Sandouping (genauer gesagt im Ortsteil Huanglingmiao) ist typisch für den Jangtsekiang … einfach und robust gebaut, mit einigen Läden direkt auf ihm und einem lebhaften Markt in Laufweite. Was ihn jedoch auszeichnet, das ist der Blick auf den Huangling-Tempel, der dem Gelben Ochsen geweiht ist.

Einige Kilometer unterhalb des gigantischen Sperrwerks des Jangtsekiang gelegen, ist dieser Tempel rund 2.500 Jahre alt, das heute zu sehende Gebäude hat davon aber nur 700 Jahre auf dem Buckel. Geweiht ist er Kaiser Yu dem Grossen, der halb-legendäre erste Herrscher der Xia-Dynastie machte sich vor allem durch die Errichtung von Deichen und Dämmen verdient machte und den Jangtsekiang „zähmte“. Wobei er auch den „Gelben Ochsen“ einspannte … da wird Historie endgültig zu Legende.

Die Halle des Yu wird von drei Dutzend massiven Holzsäulen gestützt, die mit Inschriften versehen sind – hydrographische Aufzeichnungen. In einem Nebenraum findet sich eine Statue des Helden Guan Yu aus der Romanze der Drei Königreiche.

Tja, zu guter Letzt muss ich zugeben, dass ich keine Ahnung habe, was es mit den Leichen auf sich hat – wir besichtigten den Tempel ohne Dolmetscher oder andere Begleitung, und alle Erklärungen (von denen es reichlich gab) waren in Chinesisch. Laut einer chinesischen Reiseseite sind dies „Körper aus der Qing-Dynastie“, hilft aber auch nicht unbedingt weiter.

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