Wieder mal geht es nach Westen

Nochmal baute ich die vier Gefährten aus der „Reise nach Westen“ in Klemmbausteinen, und nochmal kamen diese von LOZ … aber in einer komplett anderen Größe und Bauweise als die schon vorgestellten Diamond Blocks von Tripitaka und Konsorten. Aber mir doch recht gut gefallend.

Eigentlich ließen mich diese „BrickHeadz“, die Lego vor einigen Jahren auf den Markt warf, recht kalt – was mit daran gelegen haben mag, dass die Themen, also der übliche Superhelden-Sternenkrieger-Disney-Mix, mittlerweile sehr, sehr ausgelutscht sind. Und dass Gal Gadot oder Scarlett Johannson im Ritter-Sport-Format, also quadratisch bis der Notarzt kommt, wirklich bescheuert aussehen (tun sie als Minifiguren oder Funko Pops auch, gebe ich zu). So weit, so schlecht.

Dann aber entdeckte ich bei AliExpress (zu heftig schwankenden Preisen und mit teils schwieriger Verfügbarkeit) dreieinhalb Serien von jeweils vier Figuren aus dem chinesischen Kulturkreis, acht Sets wurden gleich preisgünstig geordert, von den sechs noch fehlenden hoffe ich, zumindest fünf noch besorgen zu können. Hersteller ist LOZ, und die Steine sind aus dem Fundus der „verkleinerten“ Lego-Vorbilder. Womit die Figuren etwa acht Zentimeter hoch werden, durch das kleinere Format auch nicht mehr ganz so klotzig wirken. Und: Da LOZ sich bei dieser Reihe auf die Stilisierung konzentrieren kann, nicht an einem an jeder Ecke zu sehenden Vorbild kleben muss, klappt es mit der meist eckigen Abstraktion weitaus besser.

Hier zeige ich jetzt einfach mal die schon bekannten vier Helden der „Reise in den Westen“:

Die Helden der „Reise in den Westen“ – der Mönch Tripitaka, der Affenkönig, der Schweinemensch und der Wasserdämon sind in der traditionellen Art nachgebildet. Der Mönch trägt seinen buddhistischen Stab (dessen Kopfteil hier aus „Schlangen“ zusammengesetzt wird) und segnet gerade, der mit dem Wunderstab bewaffnete Affe sitzt bequem auf seiner Wolke, Pigsy schwingt den Rechen vor einem gewaltigen Bauch, und der immer grimmig dreinschauende Sandy hat eine halbmondförmige Waffe, eine Vollglatze, und seine (leicht geschönte) Halskette. Kennt man, wenn man sich mit der Materie beschäftigt hat … und erkennt man dann auch sofort.

Bautechnisch sind die Figuren an sich eher einfach, sind halt Klötze – etwas über 200 Steine und Teile kommen in jeweils zwei Tüten (außer bei Sha Wujing, dessen Solotüte hatte mich kurz in Panik) und sind in einer Stunde oder so verbaut. Hat man eine dieser Quadraturen gebaut, gehen die nächsten leichter von Hand. Ausnahme war (wie sollte es anders sein, passend zur literarischen Vorlage) Sun Wukong. Hier wurde reichlich mit Baurichtungswechsel gearbeitet, war eine interessante Vorgehensweise. Und bietet ein gutes Endergebnis, etwas außerhalb des Mainstream.

Würde ich mir mehr kaufen? Wie gesagt, liegt allein am Vorbild – aber Spaß hat es gemacht.

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