Gorch Fock

Wie schon bei der „Fryderyk Chopin“ angedeutet … im Oktober 2008 lichtete ich auch das Segelschulschiff der Deutschen Marine im Hafen Dublin ab, der Pott lag damals eine Zeit lang hier am Kai. Älteren Semestern ist das Schiff ja noch vom Zehn-Mark-Schein (Westmark!) bekannt.

Die „Gorch Fock“ wurde 1958 in Dienst gestellt und ist ein als Bark getakeltes Segelschiff mit Stahlrumpf, benannt nach dem Schriftsteller Gorch Fock (eigentlich Johann Wilhelm Kinau, 1880-1916). Sie gehört seit 1966 zur Marineschule Mürwik in Flensburg, Heimathafen ist aber Kiel. Das Schiff hat fünf Schwesterschiffe, die sich fast nur in Details unterscheiden – die 1933 vom Stapel gelaufene eigentliche „Gorch Fock“ (1948 als „Towarischtsch“ in die Sowjetmarine übernommen, 1993 von der ukrainischen Marine deaktiviert, und heute als Museumsschiff in Stralsund), die „Eagle“ der US-Küstenwache (1936 als „Horst Wessel“ vom Stapel gelaufen), die „Sagres“ der portugiesischen Marine (1937 als „Albert Leo Schlageter“ vom Stapel gelaufen, von 1948 bis 1961 als „Guanabara“ in der brasilianischen Marine), die „Mircea“ (1938 vom Stapel gelaufen und seitdem im Dienst der rumänischen Marine) und die „Herbert Norkus“ (1939 unfertig vom Stapel gelaufen, die Hulk wurde 1947 mit Gasmunition beladen im Skagerrak versenkt). Für die „Herbert Norkus“ vorgesehene Teile wurden auch beim Bau der zweiten „Gorch Fock“ verwendet.

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