Eroberung der Festung Königstein

Gar nicht so weit von Dresden, und mit herrlichem Ausblick auf die Elbe und das Elbsandsteingebirge, liegt die Festung Königstein … die im Rahmen eines Verwandtenbesuches mit auf dem Programm stand. Zufällig, mehr oder minder, aber mit einer Verbindung zu Bakunin und einem dort erhältlichen Kartonmodell ein überaus lohnender Ausflug. Und das Essen im Landgasthof unterhalb der Festung war auch Klasse!

Die Festung Königstein gilt als eine der größten Bergfestungen Europas, wurde auf einem Tafelberg errichtet und sollte Sachsen schützen. Der Baustil ist recht gemischt, denn auf eine mittelalterliche Burg folgten Residenz und Lustschloss, danach eine Kaserne samt der Schatzkammer des weiß-grünen Königreiches. Ab 1871 war die Königstein dann Reichsfestung, mit massiven Geschützstellungen für eine Rundumverteidigung. Die niemals notwendig wurde. Denn militärisch war die Festung eher durch eine kuriose Episode aus dem Siebenjährigen Krieg bekannt … Kurfürst Friedrich August II. durfte vom Königstein hilflos zusehen, wie seine Armee schon 1756, gewissermaßen gleich zu Kriegsbeginn, auf der gegenüber liegenden Elbseite kampflos vor den Preußen kapitulierte.

Kuriosität am Rande: Im Zentrum der Festung Königstein findet man einen Brunnen von mhr als 152 m Tiefe – der zweittiefste Burgbrunnen in ganz Europa!

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