Ein Besuch im Karl-May-Museum in Radebeul

Herself ist Karl-May-Fan … kann ich nicht drüber meckern, auch wenn mir H. Rider Haggard näher am Herzen liegt, alles Geschmackssache. Auf jeden Fall mussten wir auf Heimaturlaub dann auch irgendwann mal nach Radebeul. Zum Meister selber, und an seine Wirkungsstätte. Weit weg von Prairie und Kurdistan in einem netten, bürgerlichen Eckchen.

Das Karl-May-Museum in der Villa Shatterhand (Postadresse Karl-May-Straße 5) zeigt Leben und Werk des urdeutschen Schriftstellers, die Villa war auch sein letzter Wohnsitz. May (1842–1912) kaufte sie 1895 oder 1896 und ließ umgehend an der Straßenfront einen Schriftzug Villa Shatterhand montieren – auf PR verstand er sich schließlich. 1926 wurde für Ernst Tobis, alias „Patty Frank“, im Garten die Villa Bärenfett errichtet, ein Blockhaus. In dessen Anbau begann 1928 die Geschichte des Karl-May-Museums mit einer Ausstellung von Indianer-Artefakten. Bis 1959, also auch noch in der May ab und an eher skeptisch gegenüber stehenden DDR, leitete Patty Frank das Museum. Die Villa selber allerdings ging 1944 nach dem Tod der Witwe Klara May an die Karl-May-Stiftung.

Übrigens: Karl Mays Arbeitszimmer und Bibliothek sowie viele Museumsgegenstände wurden zwischen 1960 und 1994 in einem Karl-May-Museum in Bamberg präsentiert. Des Nachlass Mays ging dann zurück nach Radebeul, das Museum in Bamberg war Geschichte.

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