Der Sommer kommt … aber ich bleibe!

Da haben wir nun den Salat, wer sich Anfang 2020 optimistisch gab, und auf „verschobenen“ Urlaub baute … der sieht mehr als ein Jahr später noch immer keinen Silberstreifen am Horizont. Covid-19 hat uns weiterhin im Griff. Und wer seine Sinne beisammen und sich selbst einigermaßen im Griff hat, der macht auch keine extravaganten Pläne. Sondern denkt in kleinen Schritten.

Ich etwa freue mich, heute den zweiten Schritt in ein etwas mehr sicheres Leben getan zu haben. Mit der zweiten Dosis der Pfizer-Impfung, die ich bei meinem Hausarzt abholen konnte. Gut, das sind dann nur 95% oder so Sicherheit, und auch erst in ein. zwei Wochen, und vielleicht auch nur für ein paar Monate. Aber wenn durch diese paar „nur“ der grimme Schnitter in Schach gehalten werden kann, dann soll mir das nur Recht sein. Und wenn die verquer denkenden Coronaleugner die Impfung ablehnen, dann ist das deren Recht – aber irgendwann werden wir auch auf dem Weg, wenn auch später, hoffentlich Herdenimmunität erreichen. Wie heißt es so schön? Man muss nicht alle Leute impfen … nur die, die einem wichtig sind.

Egal, auch diesen Sommer werde ich (werden wir) daheim bleiben. Planung ist sinnlos, Träume kann man hegen, aber vorerst sind große Sprünge zum Vergnügen nicht drin. Das hat nichts mit Finanzen zu tun, sondern mit dem Ideal „Urlaub“. So lange man sich nicht einigermaßen frei bewegen kann, dabei auch mehr oder minder sorglos sein darf, so lange wäre eine Vergnügungsreise eine Farce.

Also, Pläne für 2021? Tagesausflüge, lange Wochenenden im Garten, durch die umliegende Botanik stapfen und den Kühen „Gute Nacht!“ sagen.

Bin ich damit unzufrieden? Natürlich einerseits schon, das Fernweh packt einen immer mal wieder. Andererseits aber ist das Motto des Dichterfürsten, nämlich „Neapel sehen und sterben“, nicht wirklich erstrebenswert.